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von Michael
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Seasonic - PRIME ULTRA 750GD2 - 750 Watt
Michael
Redakteur

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Posts: 323
# 02.02.2018 - 14:02:54
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Mit dem PRIME ULTRA 750GD2 haben wir heute ein 750 Watt starkes Netzteil aus der noch recht neuen PRIME Ultra Gold Serie von Seasonic im Test, welches nicht nur mit einer hohen Ausgangsleistung punkten möchte, sondern auch mit hochwertiger Technik, welche für einen leisen und effizienten Betrieb sorgen soll.



Welche Leistung in dem PRIME ULTRA 750GD2 von Seasonic steckt und wie sich das 750 Watt starke Netzteil in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.


Technische Details:
  • Maße: 150 x 86 x 140 mm (B x H x T)
  • Lüfter: 135 mm (automatisch gesteuerter)
  • Effizienz: 80 Plus Gold Zertifikat
  • Formfaktor: ATX12V 2.3, ATX12V 2.4
  • Leistung: 750 W
  • +3,3V: 20 A
  • +5V: 20 A
  • +12V: 62A
  • +12V (gesamt): 744 W
  • -12V: 0,3 A
  • +5Vsb: 3 A
  • Herstellergarantie: 12 Jahre


Anschlüsse:


1 x 20+4 Pin


2 x 8 Pin EPS


4 x 6+2 PCI-E


8 x SATA


3 x Molex


1 x Floppy


Lieferumfang:
  • PRIME ULTRA 750GD2
  • Kabelset
  • Kabelbinder
  • Schraubenset
  • Stromkabel
  • Handbuch
  • 24-PIN-ATX-Adapter (Netzteiltester)
  • SATA Adapter für Festplatten mit „Power Disable“ (PWDIS)




Design und Verarbeitung:

Das PRIME ULTRA 750GD2 wird von Seasonic in einer schwarz glänzenden Verpackung geliefert, welche passend zur Serie in Gold bedruckt wurde. Im Vergleich zu den vielen anderen Netzteilen, welche man auf dem Markt findet, wurde die Verpackungsvorderseite des PRIME ULTRA 750GD2 nicht mit einem Produktbild bedruckt. Hier findet man neben der Modellbezeichnung und der Effizienz einen Hinweis auf den gewonnen EUROPEAN HARDWARE AWARD 2017 sowie die Garantiezeit von 12 Jahren.



Auf der Verpackungsrückseite findet man neben einem kleinen Produktbild auch die Auflistung der wichtigsten Features vor. Die technischen Details sind auf der linken Verpackungsseite abgedruckt.



Innerhalb der OVP ist das Netzteil in einem Samtbeutel verpackt und zum zusätzlichen Schutz von zwei Schaumstoffpolstern umgeben. Die einzelnen Kabel sind in einem gesonderten Beutel untergebracht.

Entnimmt man das Netzteil aus seiner Verpackung, so hat man ein Netzteil vor sich liegen, deren Design man in ähnlicher Form schon von anderen Modellen der PRIME Serie kennt. Somit setzt Seasonic auch bei dem PRIME ULTRA 750GD2 auf ein recht spezielles Lüftergitter.



Seasonic hat dieses zum Teil direkt aus dem Netzteilgehäuse herausgestanzt. Zudem setzt man noch ein u-förmiges Gitter ein, welches wie der ausgestanzte Bereich mit wabenförmigen Öffnungen versehen wurde.

Hinter dem Lüftergitter wurde ein Lüfter mit einem Durchmesser von 135 mm verbaut. Der Lüfter verfügt ein hochwertiges Fluid Dynamic Lager und wird automatisch gesteuert. Seasonic geht hierbei sogar so weit, dass der Lüfter je nach Einstellung bis zu einer Last von ca 40% gar nicht anspringt. Anschließend wird der Lüfter entsprechend der Auslastung geregelt und erreicht hierbei eine Maximallautstärke von knapp 20 db(A)

Auf der Vorderseite findet man nicht nur den obligatorischen Powerschalter und Stromanschluss vor, sondern auch noch einen kleinen Schalter, über welchen man den Hybridmodus des verbauten Lüftes ein- bzw. ausschalten kann. Ist der Hybridmodus deaktiviert, so dreht der der Lüfter auch bei einer Auslastung von weniger als 40% mit einer geringen Geschwindigkeit.



Der Luftauslass ist passend zum Design des Lufteinlasses ebenfalls mit einem großflächigen Wabengitter ausgestattet.

Auf der linken sowie der rechten Seite wurde neben dem Seasonic Logo auch die Modellreihe abgedruckt.



Diese Aufdrucke sind passend zur Netzteilserie in einem kontrastreichen Gold gehalten. Im Vergleich zu Netzteilen anderer Hersteller sind die Seitenwände des PRIME ULTRA 750GD2 jedoch nicht vollständig geschlossen, sondern wurden mit einer Art Kieme ausgestattet, welche als zusätzlicher Lufteinlass dient.



Betrachtet man das Netzteil einmal von der Oberseite aus, so findet man hier einen Aufkleber vor, welcher neben der Modellbezeichnung auch die Infos zu den technischen Daten bereithält.



Mit einem Blick auf die Rückseite des Netzteiles findet man neben einem vollmodularen Aufbau vor.



Die modularen Anschlüsse sind passend zur schwarzen Lackierung des Netzteiles aus schwarzem Kunststoff gefertigt. Neben fünf Anschlüssen, für die PCIe-Kabel und 8-Pin-EPS-Kabel, wurden hier auch noch vier Anschlüsse für die verwendeten Laufwerke untergebracht. Für den 24-PIN-ATX-Stecker wurde neben einem großen auch noch ein kleiner Anschluss verbaut.

Bis auf den ATX-Kabelstrang sind alle Kabel als schwarze Flachbandkabel ausgeführt. Hierdurch lassen sich die Kabel bei Bedarf nicht nur ganz einfach sleeven, sondern die Kabel können durch diesen Aufbau auch platzsparend verlegt werden, was wiederum für einen guten Luftfluss im Gehäuse sorgt.



Alle Kabel haben eine ausreichende Länge, wodurch auch eine saubere Verkabelung eines Midi-Towers kein Problem darstellt.

Um das Netzteil vor dem Einbau zu prüfen zu können, oder aber auch eine im System verbaute Wasserkühlung befüllen zu können, ohne gleich das ganze System einschalten zu müssen, liefert Seasonic einen „Netzteiltester“ mit. Hierbei handelt es sich im Detail um einen ATX-Adapter, mittels welchem zwei Pins gebrückt werden, wodurch das Netzteil startet.



Im Lieferumfang befindet sich zudem noch ein SATA-Adapter mit, durch welchen es möglich ist Festplatten mit der „Power Disable“ (PWDIS) Funktion betreiben zu können. Hierbei handelt es sich um einefachen Molex auf SATA-Adapter, bei welchem somit am SATA-Stromstecker kein 3,3V Signal anliegt und somit kein dauerhafter Reset der Festplatte erzwungen wird.




Innerer Aufbau

Mit einem Blick in das Netzteilinnere, welcher durch das Öffnen des Gehäuses nicht nur einen Garantieverlust mit sich bringt, sondern durch stromführende Komponenten lebensgefährlich sein kann, kann man schnell erkennen, dass nicht nur äußerlich auf eine hochwertige Verarbeitung wert gelegt wurde, sondern auch im Inneren des Netzteiles.

Bei der Technik kommt eine leicht veränderte Plattform des PRIME zum Einsatz, welche auf einer LLC-Resonanzwandler-Topologie mit SR und DC-DC basiert. Diese wurde jedoch mittels MTLR (Micro Tolerance Load Regulation) dahin gehend überarbeitet, dass die Spannungsregulierung viel filigraner arbeite.
Bei den verbauten Kondensatoren setzt Seasonic durchweg auf sehr hochwertige 105°C Kondensatoren.

Die einzelnen Komponenten sind jedoch nicht alle direkt auf dem eigentlichen PCB verbaut, sondern wurden auch auf eine kleine Tochterplatine verteilt. Hierzu gehört auch die Anschlussplatine der modularen Anschlüsse. Durch die gewählte Anordnung sorgen diese kleinen PCBs nicht nur für ein aufgeräumteres Layout, sondern auch dafür, dass Abwärme schneller abgeführt werden kann. Zudem wird so eine Möglichkeit für eine höhere Qualitätskontrolle geschaffen, da die einzelnen PCBs separat produziert und kontrolliert werden können.
Der angewandte Aufbau trägt auch dazu bei, dass eine höhere Effizienz erreicht werden kann, da man so im Netzteilinneren auf Kabel verzichten konnte.

Um eine hohe Betriebssicherheit zu gewährleisten, wurden seitens Seasonic eine ganze Reihe an Schutzschaltungen in dem PRIME ULTRA 750GD2 750 Watt Netzteil verbaut.
  • OVP (Überspannungsschutz)
  • UVP (Unterspannungsschutz)
  • SCP (Kurzschlussschutz)
  • OPP (Überlastschutz)
  • OCP (Überstromschutz)
  • OTP (Überhitzungsschutz)


Sesonic hat bei dem PRIME ULTRA 750GD2 auf eine überaus saubere Verarbeitung geachtet. Das Netzteil kann nicht nur durch seine inneren Werte sowie dem vollmodularen Aufbau punkten, sondern auch das angewandte Design.


Test:

Power Good Signal

Im ersten Test überprüfen wir die PG-Time. Das Power Good Signal muss gemäß der ATX-Norm nach mindestens 100 und maximal 500 ms kommen. Das Signal signalisiert dem Mainboard, dass das Netzteil bereit ist, alle Spannungen passen und der Computer gestartet werden kann. Kommt das Signal nicht innerhalb dieses Zeitraums, ist das Netzteil defekt und muss getauscht werden.

Das Power Good Signal kam bei unserem Testkandidaten nach 370ms und liegt damit zwar im oberen Drittel, aber noch voll und ganz im erlaubten Bereich.


Testsystem

Wir haben das Netzteil mit unserem I7 Testsystem getestet.

Das Testsystem besteht aus:
  • I7 3930K @ 4,8GHz
  • Asrock Extreme 11
  • 2 x EVGA GTX Titan Hydro Copper
  • 64GB (8 x 8GB DDR3 2133MHz)
  • Areca 1880ix
  • 4 x 300GB Seagate SAS im Raid 5

Das o.g. System inkl. Netzteil weist einen Strombedarf von etwa 180 Watt (IDLE) bis ca. 720 Watt (Volllast) auf. Diese Spannungen können jedoch je nach verwendetem Netzteil unterschiedlich sein. Unter Volllast wird besonders auf die Stabilität der Spannungen geachtet.
Um Netzteile auszulasten, welche mehr Leistung liefern, als unser Testsystem benötigt, setzten wir auch in diesem Test auf Peltierelemente. Speziell für dieses Netzteil musste unsere Teststation jedoch erweitert werden, da wir mit den vorher vorhandenen 14 Peltierelementen zu je 50 Watt nur Netzteile bis 1400 Watt testen konnten. Ab sofort stehen uns 26 separate Peltierelemente zur Verfügung. Diese haben eine Leistungsaufnahme von je 50W. Die Peltierelemente können einzeln oder gemeinsam zugeschaltet werden. Die Stromversorgung dieser wird über Adapter hergestellt, welche an die PCI-E Anschlüsse angeschlossen werden.
Somit ist eine maximale Leistungsaufnahme von ca. 2000 Watt möglich.
Ausgelesen werden die Spannungen mithilfe eines Multimeters (VOLTCRAFT VC830).
Um das System zu 100% auszulasten, wird die Software Prime 95 und der Benchmark 3DMark 11 eingesetzt und wenn nötig entsprechende Peltierelemente zugeschaltet. Die Testprogramme werden parallel ausgeführt, damit CPU und Grafikkarte gleichzeitig unter Volllast laufen und so der maximale Stromverbrauch erreicht wird.

Um der Qualität des Netzteiles etwas genauer auf den Zahn fühlen zu können, werden wir das System 48h unter Volllast betreiben.


Spannungen

Die ATX-Norm gibt die Spannungstoleranzen für Netzteile detailliert vor: Auf 3,3 Volt, 5 Volt und 12 Volt sind je 5% nach oben sowie nach unten erlaubt.



Spannungstest

Die Spannungen sollten nach Möglichkeiten auch bei einem Lastwechsel möglichst gleich bleiben und nicht nach oben oder unten ausbrechen.

Aus diesem Grund haben wir den Lastwechsel in vier Stufen aufgeteilt.
Zum Darstellen der ersten Last läuft unser Testsystem mit dem verbauten Netzteil im Idle-Mode.
Die zweite Laststufe wird unter Volllast des Systems simuliert. Das System ist hierbei nicht übertaktet.
Die dritte Laststufe wird dann mittels eines übertakteten Testsystems erreicht.
Die vierte Laststufe wird dann mittels des übertakteten Testsystems und Zuschaltung der Peltierelemente erreicht. Es werden so viele Peltierelemente zugeschaltet, dass das Netzteil bei etwa 100% Auslastung arbeitet.


3,3V


5V


12V

Das PRIME ULTRA 750GD2 zeigte sich in unserem Test mit sehr stabilen Spannungen.

Unseren 48h Dauertest überlebte das Netzteil trotz einer durchschnittlichen Last von 751 Watt problemlos. Die durchschnittliche Last ist durch den Wechsel zwischen 2D und 3D Modus innerhalb des Benchmarks geringer als die Lastspitze von 765 Watt in unserem Spannungstest.

Wir wollten es aber noch etwas genauer wissen und haben das Netzteil aus diesem Grund noch weiter über seinen Spezifikationen betrieben. Um dies zu bewerkstelligen, haben wir weitere Peltierelemente zugeschaltet, um das Netzteil an seine Grenzen zu treiben.

Im ersten Schritt haben wir hierzu ein weiteres Peltierelement hinzugeschaltet und einen Dauertest von einer Stunde gestartet.
In diesem zog das Netzteil bei Lastspitzen 813 Watt aus der Steckdose. In diesem Test war zu erkennen, dass die Spannung auf der 12V-Schiene etwas weiter eingebrochen ist. Der gemessene Wert lag jedoch auch weiterhin noch innerhalb der ATX-Spezifikationen, weswegen wir nach einer erfolgreichen Runde weitere 50 Watt hinzugeschaltet und den Test erneut gestartet. Eine weitere Testrunde war jedoch nicht möglich, da sich das Netzteil gleich nach dem Starten der Benchmarks abschaltete.

Das Netzteil zog unter Verwendung unserer Hardware diese Spannung aus der Steckdose:




Fazit:

Mit dem PRIME ULTRA 750GD2 hat Seasonic ein sehr hochwertiges Netzteil in seinem Sortiment aufgenommen, welches zwar in einer schlichten Farbgebung gehalten ist, aber durch das großflächige Mesh-Gitter und den seitlichen Kiemen dennoch nicht so schlicht ausfällt und sich somit auch in dem ein oder anderen Casemod sehen lassen kann. Seasonic hat bei dem Netzteil jedoch nicht nur wert auf eine schicke Optik gelegt, sondern auch auf eine sehr hochwertige Verarbeitung, weswegen im Inneren durchweg nur sehr hochwertige Komponenten zu finden sind. So kommen hier neben einem sehr hochwertigen Lüfter und der Hybrid-Lüftersteuerung auch weitere Bauteile wie 105°C Kondensatoren zum Einsatz, welche eine lange Lebensdauer garantieren. Dies spiegelt sich auch in der Garantiezeit wieder, welche bei unschlagbaren 12 Jahren liegt. Durch den vollmodularen Aufbau wird nicht nur die Montage vereinfacht, sondern es kann auch der Luftstrom im Gehäuseinneren positiv beeinflusst. Die erbrachte Ausgangsleistung ist ausreichend hoch, um einen potenten Gaming-PC mit stabilen Spannungen zu versorgen. Neben der von uns in diesem Test herangezogenen 750 Watt Variante gibt es das PRIME Ultra Gold auch noch mit 650, 850, 1000 und 1300 Watt Preislich liegt das je nach gewählter Variante zwischen knapp 130€ und 260€.




Pro
  • Sehr hochwertige Verarbeitung
  • Sehr stabile Spannungen
  • Anzahl und eingreifen der Schutzschaltungen
  • Sehr geringe Lautstärke (Semi-Passiv)
  • Vollmodular
  • Hohe Effizienz
  • Design
  • Überaus hohe Garantiezeit


Contra
  • -



Verarbeitung

Leistung

Spannungsstabilität

Leistungsaufnahme

Ausstattung

Lautstärke

Modding

Lieferumfang

Preis







Ein besonderer Dank geht an Seasonic für die Bereitstellung des Testmusters.


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